Die Gründe, die dafürsprechen, seinen Bart zu färben, können vielseitig sein. In der Regel steckt hinter dem Kauf von Coloration bzw. Tönung jedoch der Wunsch, die Farbe der Barthaare an die der Kopfhaare anzupassen.

Wer beispielsweise bemerkt, dass er langsam ergraut, möchte diesem Phänomen – je nach persönlichem Geschmack – oft entgegenwirken. Würde hier „nur“ das Haupthaar gefärbt bzw. getönt, entstünde schnell ein vergleichsweise unharmonischer Gesamteindruck.

Genau diesem Aspekt gilt es, mit dem Bart färben gegenüber zutreten. Doch was sollte eigentlich beim Bartfärben beachtet werden?
Im Folgenden zeigt sich: es ist nicht schwer, seine Bartfarbe auf vergleichsweise schonende Art anzupassen. Um jedoch einen hohen optischen Anspruch gewährleisten zu können, ist es wichtig, auf die richtigen Produkte und eine entsprechende Vorgehensweise zu setzen.

Bart färben

Wie lange hält ein Färbeergebnis an?

Hierbei handelt es sich um eine Frage, die sich viele Bartträger vor ihrem ersten Färben stellen. Die ehrliche Antwort: leider nicht sehr lange. Die kurze Freude an der neuen Farbe ist jedoch nicht damit zu begründen, dass sich die Coloration schnell auswaschen würde. Vielmehr sorgt der natürliche Bartwuchs dafür, dass vergleichsweise rasch (und wie am Kopf) ein Ansatz auszumachen ist.

In der Regel kann hier lediglich von einem Zeitraum über wenige Tage ausgegangen werden, an denen das Ergebnis frisch und einheitlich aussieht. Wer jedoch weiß, dass er zu einem bestimmten Termin (zum Beispiel zur eigenen Hochzeit) top-gestyled sein möchte, kann entsprechend vorplanen und einen Tag vorher färben.

Tipp: wer über etwas dickere Haare am Bart verfügt, sollte das Färben zunächst ein wenig „trainieren“. Denn: gerade aufgrund der Dicke der Haare kann es sein, dass die Coloration ein wenig länger einwirken muss bis die Farbe vollständig aufgenommen wird. Natürlich sollten dennoch nie die entsprechenden Vorgaben des Colorationsherstellers überschritten werden.

Welche Coloration ist die beste?

Im ersten Schritt gilt es natürlich, sich zu fragen, wie das „perfekte Endergebnis“ aussehen sollte, um den jeweils gewünschten Farbton am besten zu treffen. Hier kann es – je nach Ausgangssituation – sinnvoll sein, sowohl Bart als auch Kopfhaar zu färben. Denn: schon geringe Unterschiede fallen hier in der Regel schnell auf.

Für ein harmonisches Gesamtbild sollten dann natürlich auch die Augenbrauen beachtet werden. Ein zu auffälliger Unterschied lässt das Gesicht ansonsten unruhig wirken.

Am einfachsten (und sichersten) ist es hier, lieber Schritt-für-Schritt vorzugehen und in mehreren Etappen zu färben. Auch wenn ein Bartträger sich schon über einen längeren Zeitraum hinweg die Kopfhaare gefärbt hat, ist das Ergebnis im Bartbereich meist nur schwer abzusehen. Daher gilt: bevor der Bart dann am Ende doch zu „farbenfroh“ erscheint, ist es hilfreich, beim Färben zunächst zu einer etwas helleren Farbe zu greifen und dann gegebenenfalls im zweiten (oder dritten) Schritt dunkler nachzuarbeiten.

Tipp: die Bartfarbe kann meist besser einziehen, wenn der Bart nicht kurz vorher frisch gewaschen wurde. Wer färben möchte, sollte den Haaren daher eine entsprechende „Wasch-Pause“ von mindestens 24 Stunden gönnen.

Wurde der Lieblingsfarbton einmal gefunden, stellt sich natürlich die Frage, wie dieser am besten auf den Bart übertragen werden kann. Neben klassischen Bartcolorationen kann es sich hier auch lohnen, auf Wimpernfärbemittel zu setzen. Ob diese Lösung in Betracht kommt, ist natürlich auch von der Länge des Bartes abhängig. Im Zusammenhang mit einem dichten Bartwuchs ist es in der Regel sinnvoller (allein schon aufgrund der Menge in der Verpackung), auf Bartcolorationen zu setzen.

Das Auftragen – gleichmäßig und kontrolliert

Wer in der Vergangenheit bereits einen „Färbeunfall“ im Bereich der Kopfhaare hatte, weiß, dass sich dieser nur schwer korrigieren lässt. Daher gilt auch mit Hinblick auf die Barthaare: geduldig arbeiten!

Ein gleichmäßiger Auftrag lässt sich meist am besten mit einem Pinsel realisieren. Mit seiner Hilfe können alle Bereiche optimal erreicht und mit Coloration versehen werden.

Tipp: Trotz Pinsel empfiehlt es sich natürlich auch, beim Auftragen der Farbe Handschuhe zu tragen. Denn: die Farbe lässt sich – sofern sie einmal eingetrocknet ist – nur schwer von den Händen lösen und kann manchmal sogar Irritationen hervorrufen. Wer generell unsicher ist, ob er die ausgesuchte Coloration gut verträgt, sollte dies vorher testen. Hier reicht es meist aus, eine kleinere Menge an einer nicht-sichtbaren Stelle aufzutragen und kurz abzuwarten. Bei bekannten Unverträglichkeiten hilft auch der behandelnde Dermatologe weiter.

Schritt für Schritt zum colorierten Bart

Auch wenn die Auswahl im Zusammenhang mit Produkten zum Bart Färben im Laufe der Jahre immer größer geworden ist, funktionieren die meisten Colorationen nach demselben Prinzip. Viele Hersteller fokussieren sich hierbei auf einen überzeugenden Nutzerkomfort, so dass Männer, die ihren Bart färben möchten, nicht mehr zwangsläufig einen Friseur besuchen müssen.

Mit der folgenden Anleitung kann ganz schnell für ein neues und – im wahrsten Sinne des Wortes – farbenfrohes Erscheinungsbild gesorgt werden.

  1. Wie im Zusammenhang mit Haarcolorationen gilt auch für die Bartfarbe, dass diese nicht mit der Haut oder mit Textilien in Berührung kommen sollte. Daher ist es wichtig, die entsprechenden Bereiche mit Handschuhen und Handtüchern zu sichern. Sollte dennoch ein Tropfen daneben gehen, muss dieser direkt entfernt werden.
  2. Wie bereits weiter oben erwähnt, sollte die Farbe immer mit einem Pinsel aufgetragen werden. Ein entsprechendes Vorgehen sorgt für einen gleichmäßigen Farbfilm und hilft dabei, noch gezielter zu arbeiten. Einige Hersteller legen ihren Produkten auch kleine Bürstchen bei. Diese lassen sich auch gut im Zusammenhang mit besonders langen Bärten anwenden. Um Ziepen zu vermeiden, sollte der Bart vor dem Auftragen jedoch durchgebürstet werden.
  3. Damit das Endergebnis vollends überzeugen kann, muss die Farbe lange genug einwirken. Entsprechende Angaben hierzu finden sich auf der Verpackung des jeweiligen Herstellers.
  4. Nach der angegebenen Einwirkzeit muss die Coloration natürlich wieder ausgewaschen werden. Im ersten Schritt geschieht dies auf der Basis von klarem Wasser, um danach mit Hilfe von Shampoo auch wirklich alle Reste entfernen zu können.

Ganz wichtig: ob das jeweilige Endergebnis auch wirklich den individuellen Vorstellungen vom „perfekten Bart“ entspricht, zeigt sich erst, wenn der Bart vollkommen getrocknet ist! Gerade im nassen Zustand wirken die Haare oft noch dunkler.

Sollte sich dann – beispielsweise nach dem Föhnen – jedoch immer noch zeigen, dass die Haare noch zu hell sind, kann auch natürlich noch ein weiteres Mal nachgefärbt werden. Die meisten Produkte aus diesem Bereich erweisen sich – auch im Zusammenhang mit sensibler Haut – als gut verträglich.

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